Tunnel Baukau AK Herne

Zur Entflechtung des Autobahnkreuzes Herne wird anstelle der alten Überleitung von der A43 in Richtung Münster auf die A42 in Richtung Oberhausen ein Tunnel errichtet.

Der Tunnel wird insgesamt 550 Meter lang, dazu kommen 185 Meter des sogenannten Trogs, also einer tunnelartigen Einfahrt, die aber kein Dach besitzt. Zudem erhält er zwei Fahrstreifen sowie Gehwege an beiden Seiten, auf denen sich Autofahrer im Notfall in Sicherheit bringen können. Daher wird er knapp 10 Meter breit, sowie 4,70 Meter hoch.

Der Tunnel Baukau wird in einer so genannten offenen Bauweise gebaut. Das bedeutet, dass die Baustelle nach oben offen bleibt und der Tunnel später einen Deckel erhält, im Gegensatz zu einer geschlossenen, unterirdischen Bauweise. Schwierig wird es an den Bahngleisen, die der Tunnel kreuzt: Diese können nicht einfach abgebaut werden, die offene Bauweise ist nicht möglich. Stattdessen werden mit Beton gefüllte Stahlrohre darunter geschoben, die eine stabile Decke bilden. So kann der Tunnel auch unter den Gleisen gebaut werden, selbst wenn darüber die Züge fahren.

Zu der Maßnahme gehört auch der Neubau eines Betriebsgebäudes mit Löschwasserbecken und Fluchttunnel.

Bauherr:

Straßen NRW

Auftraggeber:

BeMo Tunneling GmbH

Leistungen:

Tragwerksplanung nach §49 HOAI, LP 3 (Anpassung Entwurf)
Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke nach §49 HOAI, LP 4-6
Tragwerksplanung Baugrube nach §49 HOAI, LP 4-6
Besondere Leistungen: Erdungsplanung, Bestandsunterlagen, Bauwerksbücher

  • 2-streifiger Autotunnel in offener Bauweise
  • Betriebsgebäude mit Löschwasserbecken und Fluchttunnel
  • Rohrschirm unter DB Gleisen
  • Wasserdichte Baugrubenwände als überschnittene Bohrpfahlwand
  • Berliner Verbau außerhalb des Grundwassers